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06.01.05: Theodorakis vs. State Department




In seinem Jahresbericht über den Antisemitismus in der Welt, der den Zeitraum von Juli 2003 bis Dezember 2004 umfasst, kritisiert das US State Department Griechenland und insbesondere Mikis Theodorakis wegen seiner Äusserungen von November 2003.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Komponist während der Vorstellung eines neues Buches die Politik Sharons kritisiert und erklärt, sie führe die Israelis "an die Wurzel des Bösen".

Diese Erklärung wurde - mit Absicht oder nicht - falsch zitiert. So sollte Theodorakis gesagt haben, diie Juden seien "die Wurzel des Bösen". Trotz aller Proteste und Dementis wurde sie in dieser Form verbreitet, was zu einer monatelangen infamen Hetzkampagne gegen den Komponisten führte.

Der neue Bericht des State Departments - Anm. der Redaktion: das besser daran täte, die US-Verbrechen im Irak und anderswo zu analysieren - hat foilgende Reaktion von Theodorakis hervorgerufen.

ERKLÄRUNG

Wie ich in meinem Interview in der israelischen Zeitung "Haaretz" präzisiert habe und wie dies auch bestens von der großen Mehrheit des jüdischen Volkes verstanden wurde, bin ich kein Antisemit. Im Gegenteil: Mit meiner politischen Tätigkeit und meinen künstlerischen Werken habe ich zu jeder Gelegenheit meine Unterstützung und Solidarität mit allen unterdrückten Völkern gezeigt, darunter auch mit dem israelischen Volk, selbst in schwierigen Zeiten.

Womit ich nicht einverstanden bin und was ich öffentlich angeklagt habe, ist die Politik Sharons, die ich als unmenschlch gegenüber den Palästinensern ansehe, als gefährlich für den Frieden und diffamatorisch für Israel.

Athen, den 6.1.2005

Mikis Theodorakis






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